Die dänische Hauptstadt Kopenhagen, in der Landessprache København, verdankt ihren Namen ihrem mittelalterlichen Status als Handelsstadt und der dort angesiedelten Kaufmänner: køpmann. Die Stadt liegt mit ihrer halbe Millionen Einwohnern auf der größten der dänischen Inseln, auf Seeland. Über die Øresundbrücke ist Kopenhagen mit der nur etwa 7,8 km entfernten schwedischen Stadt Malmö verbunden.
Im Mittelalter hatte die Stadt eine strategisch günstige Lage zwischen anderen dänischen Großstädten, beispielsweise Roskilde und Lund (damals noch dänisch, heute schwedisch). So war Kopenhagen nicht nur Handelsplatz sondern im Falle eines Krieges auch immer wieder Angriffsziel. Von den zu diesem Zweck erbauten Militäranlagen existieren jedoch nur noch die Grundmauern, denn die Burgen wurden größtenteils abgeschliffen. Im Falle des weltbekannten Tivolis wurden sie sogar zu einem der ältesten und bekanntesten Freizeitparks der Welt umgewandelt.
Im Schloss Amalienburg residiert Königin Margrethe II. mit ihrer Familie. Jeden Tag um 12 kann auf dem davor liegenden Platz die Wachablösung beobachtet werden.
Eine Besonderheit innerhalb Kopenhagens bildet die freie Stadt Christian, die sich gerne als autonom verwaltete Einheit innerhalb des Stadtgebietes auffasst und somit ihrer eigenen Regeln aufstellt. Bewohnt wird sie von Hippies und Aussteigern aus dem ‚normalen’ Leben, Autos sind verboten, ebenso Gewalt und Drogen.
In Andenken an die berühmte Geschichte des Märchenerzählers Hans Christian Andersen, steht im Hafen von Kopenhagen die Figur der Kleinen Meerjungfrau, die mit einer Höhe von nur 125 cm tatsächlich sehr klein ist. Regelmäßig wurde sie in der Vergangenheit Opfer von Anschlägen, die sie Kopf, Arm oder ihre bronzene Hautfarbe kosteten. Als Vaterstadt des Physikers Nils Bohr, des Philosophen Søren Kierkegaard und des Regisseurs Lars von Trier ist Kopenhagen der ideale geschichtliche Standort für die sechs Universitäten der Stadt.