Arbeiten in Skandinavien

Bildungssystem

Wie es in Skandinavien üblich ist, rührt auch der Erfolg des Dänischen Bildungssystems von seiner Ganzheitlichkeit. Bildung wird als eines der wichtigsten Güter im Land und als Grundlage für eine funktionierende Demokratie angesehen und daher auch allen Bürgern angeboten.

Die Unterrichtspflicht beginnt mit einer neun-jährigen Grundschule (folkeskole), an die optional noch ein zehntes Jahr angehängt werden kann. Vorher, im Alter von sechs Jahren besuchen die meisten Schüler jedoch schon eine Vorschulklasse, in der sie auf den späteren Unterricht mit einer Mischung aus spielen und lernen vorbereitet werden.

In der Schule gibt es bis zur achten Klasse weder Prüfungen noch Noten, sondern nur mündliche Bewertungen.

Die dänischen Schulen können ihren Lehrplan sehr frei gestalten, solange ein paar minimale Vorgaben des Staates eingehalten werden. Interessant ist, dass die Schüler, Mädchen wie Jungen, Kochen und Nähen lernen, um auch praktische Grundlagen für ihr späteres Leben zu erwerben. Ausländischen Schülern beziehungsweise Schüler deren Muttersprache nicht Dänisch ist, wird schulbegleitend Dänisch-Unterricht angeboten. Alle werden in den Grundlagen der dänischen Kultur unterrichtet, mit dem Ziel ein kulturell offenes und interessiertes menschliches Miteinander zuschaffen. Fester Teil des Stundenplans ist auch jedes Jahr ein Schulcamp, bei dem die Schüler sich im Outdoor-Überleben üben und soziale Fähigkeiten aufgebaut werden. Ab dem 14. Lebensjahr können die Schüler auch in Internaten unterrichtet werden, die sich eher als speziell ausgerichtete Fortbildungsstellen bezeichnen.

Die staatlichen Schulen sind in der Regel kostenlos, für private Schule oder Internate muss dagegen bezahlt werden.

Nach der Grundschule, setzen die meisten Schüler ihre Ausbildung drei weitere Jahre am Gymnasium fort.

Rund 33 % eines Jahrganges setzten ihre Ausbildung an einer Hochschule fort, fast alle anderen wählen eine berufsbildende Schule.