Auch das dänische Hochschulsystem ist im Zuge des Bologna-Prozesse bei der Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Master-Abschlüsse. Dabei wird zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Studiengängen unterschieden.
Kurzfristige Studiengänge bilden meist in technischen oder wirtschaftlichen Bereichen zu Assistenten aus und dauern maximal drei Jahre. Mittelfristige Studiengänge hingegen sind Bachelor-Studiengänge, ohne das primäre Ziel noch ein Master darauf aufzubauen, in etwa Krankenschwester, Lehrer oder Kindergärtner.
Langfristige Studiengänge sind jene, die frühestens mit einem Master-Abschluss beendet sind, ein Staatsexamen oder Doktortitel anstreben oder auf die Forschung ausgerichtet sind. Sie dauern im Allgemeinen länger als vier Jahre. Das sind beispielsweise Studiengänge der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, der Theologie, der Medizin oder der Lebensmitteltechnik.
Die Hochschulausbildung erfolgt gleichberechtigt in Universitäten und Universitätszentren, mit dem einzigen Unterschied, das letztere sich auf ein bestimmtes Gebiet spezialisiert haben, während Universitäten eine breite Ausbildung anbieten.
Die meisten Studiengänge sind Zulassungsbeschränkt, der Platz muss sich durch entsprechenden Noten oder eine Eignungsprüfung erkämpft werden.
Das Studienjahr ist in Herbst- und Frühjahrssemester geteilt. Zu Beginn, also im September, wird oftmals eine Kennenlernfahrt veranstaltet. Vor Beginn des Semesters werden an vielen Universitäten Dänisch-Kurse angeboten, da selbst in Englischsprachigenkursen oftmals auf Dänisch diskutiert wird. Auch über die staatliche Sprachschulen werden kostenlose Sprachkurse angeboten.
Über ein Erasmus-Austauschprogramm wird einem meist auch eine Wohnung angeboten. Ist dies nicht der Fall, sollten die staatlichen Wohnheime, die Ungdomsboliger als erste Anlaufsstelle angesehen werde. Nur in Kopenhagen kann die Wohnungssuche ein bisschen länger dauern, da hier der Wohnungsmarkt recht angespannt ist.
Bei einem Auslandssemester in Dänemark sollte unbedingt ein Fahrrad mitgenommen werden, oder vor Ort gekauft. Denn zur Fortbewegung ist ein Fahrrad hier ideal: durch und durch flache Strecken und ein gut ausgebautes Radwegnetz.