Durch ausgedehnte Buchten und zerklüftete Einschnitte in die Strände hat Dänemark eine erstaunliche Küstenlänge von über 7000 km. Zumindest an der Nordseeküste befindet sich an fast jedem dieser Kilometer ein einladender weißer Sandstrand, der Sommer wie Winter zum Baden oder Abhärten einlädt. Das einzige, was den Spaß dann noch verderben kann, sind die in Massen vorkommenden Quallen und die Beton-Bunker aus dem zweiten Weltkrieg, an denen sich leicht ein Kopf stoßen lässt. Besonders schöne Wege entlang der dänischen Strände und Heiden werden durch ein Schild mit einer Margerite gekennzeichnet. Dieser sogenannte Margaritenweg führt 3540 km über vorwiegend kleine Straßen durch die dänische Natur zu malerischen Sehenswürdigkeiten.
Ein beeindruckender Ausblick bietet sich am nördlichsten Punkt Dänemarks: Skagen. Dort treffen sich die beiden Meere Skagerrak und Kattegatt, was in den unterschiedlichen Blautönen deutlich erkennbar ist. Baden ist dort aufgrund der gefährlichen Strömungen zwar nicht erlaubt, aber gemeinsam mit den an Tourismus gewöhnten Robben lässt sich immerhin der Blick auf dieses Naturschauspiel bewundern.
Durch die Abholzung während der Wikingerzeit ist Dänemark nun ein recht baumloser Anblick. Nur noch vereinzelt können ein paar Laubbäume wie Birken oder Haselnusssträucher gefunden werden. Ansonsten ist das Land übersät von Dünen und Heiden, die auf ihre Art die Wellen des Meeres widerspiegeln. Das flache Land liegt zu weiten Teilen auf Höhe des Meeresspiegels – die Feuchtgebiete und Moore eignen sich ohne Entwässerung nicht für landwirtschaftliche Nutzung.
Die Strände leben nach Stürmen merkbar auf. Wenn der Wind nämlich im rechten Winkel auf die Küste trifft steigt die Chance, dass der beliebte Bernstein vom Meeresboden aufgewühlt wurde und nun an den Stränden liegt. Dann treffen sich die Bernstein-Sucher beim Wühlen zwischen Holzstückchen und Tangknoten und hoffend der erste zu sein, der die Sammlerstücke findet.
In den Meeren um Dänemark leben Fische aller Arten. Das Fischen von Lachsen, Dorschen und Herringen ist an den Küsten daher auch die Arbeit lokaler Fischer, aber auch eine Touristenattraktion. Ansonsten tummeln sich in den verbliebenen Wäldern Hirsche, Rehe und anderes Kleinwild.
Im Bereich Natur- und Umweltschutz ist Dänemark ein Vorläufer. Momentan läuft bis mindestens zum Jahr 2015 ein Naturschutzprogramm, das Luft-, Wasser- und Bodenverhältnisse verbessern soll.